Elisabeths Zwetschgen Konfi wird in Castrisch im Bündnerland nach dem Rezept ihrer Schwiegermutter selig gekocht, der Mumma. Von Hand gerührt, in kleinen Kupferpfannen, mit Zwetschgen von Bäumen, die älter sind als die Kantonsstrasse.
Die Zwetschgen wachsen an 14 Bäumen hinter dem Haus. Der älteste wurde 1919 gepflanzt, als die Mumma zur Welt kam. Er trägt immer noch, aus Prinzip.
Elisabeth rührt jede Pfanne von Hand, im Uhrzeigersinn, 40 Minuten lang. Wer fragt, warum im Uhrzeigersinn, bekommt keine Antwort, aber ein Glas.
Castrisch liegt auf 800 Metern. Auf dieser Höhe kocht Wasser früher und Konfi wird, so behauptet Elisabeth, eine Spur eleganter. Wir haben keine Gegenbeweise.
Der Mehlsack existiert noch. Er hängt gerahmt in Elisabeths Küche in Castrisch, und wer genau hinschaut, erkennt drei Zeilen in romanischer Handschrift: Zwetschgen, Zucker, Zeit. Mehr steht da nicht. Mehr braucht es nicht.
Elisabeth hat das Rezept als junge Frau von ihrer Schwiegermutter selig gelernt, der Mumma, die in dieser Küche fünfzig Jahre lang gerührt hat und Elisabeth erst nach drei Wintern an die Pfanne liess. Seither kocht sie jeden September, wenn die Zwetschgen hinter dem Haus so dunkel sind, dass man sie nachts nicht mehr sieht. Das ganze Dorf riecht es. Das ganze Dorf steht dann vor der Tür.
Dass es heute einen Shop gibt, ist die Schuld ihres Enkels. Er meinte, die Welt müsse das wissen. Elisabeth meinte, die Welt solle sich nicht so anstellen. Beide hatten recht.
Im Bild: Elisabeth mit dem Baum von 1919, ihr Enkel auf der Leiter, und Bless, der auf herunterfallende Zwetschgen wartet.
Menge eintragen, unten Adresse angeben, fertig. Elisabeth packt persönlich, ihr Enkel bringt es zur Post.
Einstieg
Klein, aber gefährlich. Wer einmal probiert hat, bestellt beim nächsten Mal das Familienglas. Wir haben das gemessen.
Bestseller
Genau die Menge, die schon die Mumma abgefüllt hat. Reicht für zwei Wochen Zmorge, bei ehrlicher Selbstbeherrschung für drei.
Beliebt
Das Glas, das in Castrisch auf jedem Küchentisch steht. Gross genug, dass die Enkelin es umarmen kann, und mit Griffkerbe, damit es niemandem aus der Hand fä...
Limitiert
Nur solange die Ernte reicht. Wird im Emaille-Eimer geliefert, den Sie behalten dürfen. Wir empfehlen, ihn nicht mit anderen zu teilen.
Geschenk
Ein Klassisches, ein Probierglas und ein Säckli Dörrzwetschgen vom eigenen Baum, in der Geschenkschachtel mit Holzherz, Schleife und einer Karte mit Castrisc...
Wie früher am Hoflädeli, nur ohne Bleistift. Ausfüllen, abschicken, Elisabeth packt. Bezahlung per Twint oder Rechnung, wir vertrauen Ihnen. Elisabeth vertraut allen, ausser dem Wetter.
«Ich habe 40 Jahre lang meine eigene Konfi gekocht. Seit ich Elisabeths probiert habe, koche ich keine mehr. Meine Familie hat es erst nach drei Monaten gemerkt.»
«Ich bestelle den Bündner Eimer jeden Herbst. Letztes Jahr war er im Januar leer. Dieses Jahr habe ich zwei bestellt. Ich habe ein Problem, aber ein gutes.»
«Wir wohnen drei Häuser weiter und riechen jeden September, wenn Elisabeth kocht. Das ganze Dorf steht dann vor der Tür. Das ist keine Übertreibung, das ist Castrisch.»
«Ich habe die Konfi einem Sternekoch mitgebracht. Er hat geschwiegen, das Glas genommen und ist in die Küche gegangen. Ich habe es nie wiedergesehen.»
«Schmeckt wie bei meiner Nona. Ich habe geweint. Am Frühstückstisch. Vor meinen Kindern. Es hat sich gelohnt.»
«Ein Stern Abzug wäre angebracht, weil das Glas viel zu schnell leer ist. Aber das wäre unfair gegenüber Elisabeth, also fünf.»
Ja. Und ein Spritzer Zitrone, aber den zählt Elisabeth nicht, weil «das ja jeder weiss».
Ungeöffnet zwei Jahre. Geöffnet hat noch nie ein Glas länger als drei Wochen überlebt, deshalb wissen wir es nicht.
Jederzeit. Klingeln Sie an der Via Principala 12. Wenn niemand öffnet, ist Elisabeth im Garten. Wenn sie auch dort nicht ist, kocht sie, und dann riechen Sie es sowieso.
Nein. Gekocht wird im September, verkauft wird, bis der Keller leer ist. Meistens ist das im Februar. Manchmal im Januar. Einmal im Dezember, das war ein schwieriges Jahr.
Bis Liechtenstein. Danach wird der Zoll kompliziert und Elisabeth misstrauisch.